In Biogasanlagen entsteht Biogas (Biomethan). Das passiert in  großen Rundtanks oder Fermenterboxen (Feststoffvergärung) durch den anaeroben Abbau von organischen Reststoffen. Diese Abfälle können zum Beispiel Bioabfall, Grünschnitt, Lebensmittelreste, Schlachtabfälle und Festmist (Pferdemist, Rindergülle, Schweinegülle, Geflügelmist) sein. Aber auch mit Nutzpflanzen wird in Biogasanlagen Biogas hergestellt. Diese Praxis ist jedoch verpöhnt und trifft meist auf herkömmliche Flüssig-Biogasanlagen zu, welche weitere Nachteile mit sich bringen.

Wie funktioniert eine Biogasanlage für feste Biomasse?

  • In einer Biogasanlage werden organsiche Reststoffe (Abfälle) unter Ausschluss von Sauerstoff durch Bakterien abgebaut. Dabei werden Methan, Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff, Stickstoff frei.
  • In der Vorgrube werden zuerst Substrate angemischt. Anschliessend werden diese in Boxen gefüllt, die sogenannten Fermenterboxen.
  • Die Tore der Boxen werden luftdicht geschlossen und das eingelagerte Substrat wird in zeitlich regelmässigen Abständen mit flüssigen Perkolat besprüht.
  • Im Fermenter beginnt die Vergärung. Diese findet ohne Sauerstoff statt. Deshalb wird dieser Prozess anaerobe Vergärung genannt.
  • Bedinungen dafür sind konstante Temperatur und der pH-Wert.
  • Ist das Biogas aus dem Substrat entwichen bleibt ein Gärrest zurück. Dieser kann als organischer Dünger für die Landwirtschaft verwendet werden.
  • Zur Verwendung von Biogas gibt es mehrere Möglichkeiten: Biogas für Strom und Wärme – in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) wird Biogas (Biomethan) verbrannt und Strom erzeugt. Dieser Strom wird in das Stromnetz übertragen. Oder: Das Biogas wird in Bioerdgas (Biomethan) veredelt und ins Gasnetz eingespeist. Dieses kann zum Heizen oder Kochen verwendet werden.

Vorteile einer Feststoffvergärungsanlage

  • Ungenutzte organsiche Abfälle wie Biomüll, Grünschnitt, Festmist werden nachhaltig verwertet.
  • Die genutzte Energie kommt aus regenerativen Quellen.
  • Gärreste werden nach der Produktion von Biogas als günstiger, natürlicher organischer Landwirtschaftdünger verwendet.
  • Biogas kann zu Bioerdgas gewandelt werden.
  • Meist kurze Transportstrecken, da die Biogasanlage und die genutzten Substate meist am gleichen Standort sind.

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