Gerade bei der energetischen Verwertung von Festmist aus der Pferdehaltung rückt in Deutschland die 75 kW Biogasanlage (75kW Güllekleinanlage) in den Fokus.

Durch Vergärung von Festmist aus der Tierhaltung wird Biogas gewonnen, das in wertvolle Energie (Strom & Wärme) gewandelt wird. Betreiber profiltieren direkt von den Regelungen des Energieeinspeisungsgesetz (EEG), das in der aktuellen Fassung Betreibern von Biogasanlagen mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk (BHKW) bis zu einer Leistung von 75 kW die maximale Vergütung garantiert. Als weiteres wertvolles Endprodukt entsteht organischer Dünger (Pferdemist-Gärgut). Dieser sorgt neben der Düngewirkung für Mehrerträge zur Verbesserung der Bodenstruktur. Das Gärgut erhöht den Humusanteil auf Ackerflächen ohne diesen den Stickstoff und Feuchtigkeit zu entziehen (im Vergleich zum Unterpflügen von Stroh). Der Humus auf den Feldern verbessert die Wasserspeicherkapazität des Bodens, weshalb in trockenen Zeiten ≥ 50% der Ernteausfälle vermeidbar sind.

Unser einzigartiger Problemlöser, die RSD-S Kompaktanlage (75kW Güllekleinanlage), lässt das Entsorgen von Pferdemist wirtschaftlich erfolgreich und ökologisch nachhaltig ablaufen. Das belegen auch zahlreiche Beispiele unserer Kunden. Mit unserer Biogas-Hofanlage, basierend auf der rechlichen Grundlage der 75kW Gülle-Kleinanlage, bieten wir Landwirten und Anlagenbetreibern die Möglichkeit mit Nebenprodukten wertvollen Mehrwert zu generieren und über Jahre eine fest kalkulierbare Einnahmequelle für eine langfristige Perspektive ihres Betriebs aufzubauen.

Förderung – Einspeisevergütung einer 75kW Biogasanlage

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt für jede Art regenerativer Energie eine konkrete Einspeisevergütung fest. So auch für Strom der aus Biomasse gewonnen wird.

Um die gesetzlich fixe Einspeisevergütung über 20 Jahre zu erhalten, dürfen neue Biogasanlagen eine bestimmte Leistung nicht überschreiten. Seit dem 1. Januar 2017 liegt die Grenze bei einer installierten Leistung von maximal 150 kW. Der Anspruch gilt demnach aktuell lediglich für Kleinanlagen. Der gesetzlich festgelegte Betrag für die Einspeisung aus Kleinanlagen (100 bis 150 kW) beträgt ab dem 01.01.2017 13,32 ct/kWh. Neu in Betrieb genommene Gülleanlagen (75 KW Kleinanlagen) erhalten eine Vergütung von 23,14 ct/kWh. Betreiber grosser neuer Anlagen (mahr als 150 kW), die nach dem 1. Januar 2017 in Betrieb genommen werden, müssen sich an Ausschreibungen beteiligen, um ihren Strom zu vertreiben.

Für die so genannten 75kW Güllekleinanlagen gelten folgende Einschränkungen:

  • Die Biogasanlage muss mindestens 80 Masseprozent Säugetier-Gülle/Mist einsetzen (Rinder, Schweine, Pferde)
    bis max. 20 Masseprozent Geflügelmist sind optional möglich
  • Die installierte Leistung darf maximal 99 kW betragen wobei 75 kW durchschnittlich nach EEG vergütet werden (Bemessungsleistung)
  • Der Strom muss am Standort der Biogaserzeugungsanlage erzeugt werden

Die Vergütungen verringern sich beginnend mit dem 1. April 2017 jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober des Jahres um 0,5 Prozent.